Ellenbogenbrüche
Ein Sturz auf den Arm kann zu einem Bruch am Ellenbogen führen – etwa des Radiusköpfchens oder des Ellenbogenhöckers. Wenig verschobene Brüche heilen meist ohne Operation. Verschobene Brüche und die schwere Luxationsfraktur, bei der zusätzlich die Bänder reißen, stellen wir operativ möglichst stufenfrei wieder her.

Auf einen Blick
Typische Beschwerden
Schmerzen, Schwellung, eine sichtbare Fehlstellung und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Ellenbogens nach einem Sturz.
Häufige Brüche
Brüche des Radiusköpfchens und des Ellenbogenhöckers (Olekranon). Die schwerste Form ist die Luxationsfraktur mit zusätzlichem Bänderriss.
Diagnose
Röntgen und in der Regel eine Computertomografie zur genauen Beurteilung; bei Begleitverletzungen zusätzlich eine MRT.
Behandlung
Unverschobene Brüche: Schiene, dann frühe Bewegung in einer Orthese. Verschobene Brüche: stufenfreie Wiederherstellung des Gelenks per Operation.
Welche Brüche am Ellenbogen gibt es?
Am Ellenbogen treffen drei Knochen aufeinander: Oberarmknochen, Elle und Speiche. Brüche entstehen meist bei Stürzen. Häufig betroffen sind das Radiusköpfchen – das obere Ende der Speiche – und der Ellenbogenhöcker (Olekranon), der tastbare Knochenvorsprung an der Rückseite des Ellenbogens.
Die schwerste Form ist die Ellenbogenluxationsfraktur: Hier bricht nicht nur der Knochen, sondern der Ellenbogen kugelt zugleich aus, und die stabilisierenden Bänder reißen (siehe auch Ellenbogenluxation).
Ob ein Bruch operiert werden muss, hängt vor allem davon ab, wie stark die Knochenstücke verschoben sind. Ziel ist immer ein Gelenk mit möglichst glatten, stufenfreien Gelenkflächen – die beste Voraussetzung für eine gute Beweglichkeit und gegen eine spätere Arthrose.
Ausführliche Informationen
Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Beschwerden, Diagnose, Behandlung und Nachbehandlung.
Beschwerden
Typisch für einen Ellenbogenbruch sind Schmerzen, eine Schwellung, eine sichtbare Fehlstellung und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Ellenbogens.
Diagnose
Neben Röntgenaufnahmen führen wir in der Regel eine Computertomografie durch, um den Bruch genau beurteilen und die Behandlung planen zu können. Bei Begleitverletzungen – etwa an den Bändern – ergänzen wir häufig eine MRT.
Konservative Behandlung
Nicht oder nur wenig verschobene Brüche lassen sich in der Regel ohne Operation behandeln. Nach einer ersten Phase der Ruhigstellung in einer Gipsschiene folgt eine frühfunktionelle Behandlung mit einer abnehmbaren Orthese, die bereits Bewegung erlaubt.
Bei komplexen Luxationsfrakturen ist eine Behandlung ohne Operation nur in den seltensten Fällen möglich.
Operation
Verschobene Brüche – etwa des Radiusköpfchens oder des Olekranons – stellen wir operativ wieder her (Osteosynthese). Ziel ist eine möglichst stufenfreie Gelenkfläche, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.
Bei einer Luxationsfraktur rekonstruieren wir nach dem Knochen auch den Bandapparat: Die Bänder werden über kleine Bohrkanäle oder mit Fadenankern wieder am Knochen befestigt. Bei Bedarf werden sie zusätzlich mit besonders stabilem Fadenmaterial verstärkt („Internal Bracing“).
Nachbehandlung
Ellenbogenbrüche erfordern in der Regel eine intensive Physiotherapie. Nach einer anfänglichen Ruhigstellung folgt eine Phase mit einer beweglichen, abnehmbaren Orthese. Nach einer Luxationsfraktur ist eine schrittweise Rückkehr zum Sport frühestens drei bis sechs Monate nach der Verletzung möglich.
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