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Schulter- und Ellenbogenverletzungen beim Tennis und Padel

Typische Überlastungsschäden und akute Sportverletzungen – Diagnostik und moderne Behandlung im Schulterzentrum München

Tennis und Padel – wachsende Sportarten mit hohen Anforderungen an Schulter und Ellenbogen

Tennis und insbesondere Padel gehören zu den dynamischsten Entwicklungen im modernen Rückschlagsport. Während Tennis seit Jahrzehnten eine etablierte Sportart ist, erlebt Padel aktuell einen starken Wachstumsschub und gewinnt auch in München zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Freizeitspieler, ambitionierte Sportler und ehemalige Tennisspieler entdecken die Sportart mit ihren schnellen Ballwechseln, kurzen Reaktionszeiten und intensiven Schlagbewegungen.

Mit der steigenden Zahl aktiver Spielerinnen und Spieler wächst auch die Bedeutung einer spezialisierten sportorthopädischen Betreuung bei typischen Verletzungen. Besonders Schulter, Ellenbogen und Handgelenk sind durch wiederholte Schlagbewegungen, schnelle Rotationen, Überkopfbewegungen und Sturzereignisse hohen Belastungen ausgesetzt.

Prof. Sandmann betreut in seiner Praxis in München regelmäßig Tennis- und Padelspieler mit akuten Verletzungen sowie chronischen Überlastungsbeschwerden behandelt. Das Ziel ist eine präzise Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapie, damit Freizeit- und Leistungssportler möglichst schnell und sicher zu ihrem Sport zurückkehren können.

Warum entstehen Schulterverletzungen beim Tennis und Padel?

Das Schultergelenk ermöglicht den größten Bewegungsumfang aller Gelenke des menschlichen Körpers. Diese enorme Beweglichkeit wird durch ein komplexes Zusammenspiel aus Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenklippe ermöglicht.

Beim Tennisaufschlag und beim Padel-Smash wirken hohe Beschleunigungs- und Rotationskräfte auf die Schulter. Besonders die Rotatorenmanschette, die Bizepssehne und die stabilisierenden Strukturen des Schultergelenks müssen diese Belastungen wiederholt kontrollieren.

Beim Padel kommen zusätzliche Belastungsfaktoren hinzu:

  • viele kurze und explosive Ballwechsel
  • schnelle Richtungswechsel
  • Schläge aus ungewohnten Positionen
  • häufige Wiederholung bestimmter Bewegungsmuster
  • Stürze oder Kollisionen durch die dynamische Spielsituation

Viele Beschwerden entstehen nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern entwickeln sich über Wochen oder Monate durch wiederholte Überlastung.

Die häufigsten Schulterverletzungen beim Tennis und Padel

Rotatorenmanschetten-Syndrom und Rotatorenmanschettenriss

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die den Oberarmkopf stabilisieren und die Beweglichkeit der Schulter ermöglichen.

Durch wiederholte Überkopfbelastungen können zunächst Sehnenreizungen entstehen. Bei länger bestehender Belastung können degenerative Veränderungen oder Risse auftreten.

Typische Beschwerden:

  • Schmerzen beim Aufschlag oder Smash
  • Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms
  • Kraftverlust
  • nächtliche Schulterschmerzen
  • eingeschränkte Sportfähigkeit

Bei Sportlern ist eine genaue Beurteilung entscheidend, da die Anforderungen an die Schulter deutlich höher sind als im Alltag.

Schulter-Impingement

Beim Impingement-Syndrom kommt es zu einer Einengung von Sehnen und Schleimbeutel unter dem Schulterdach.

Typisch sind:

  • Schmerzen bei Überkopfbewegungen
  • Beschwerden beim Aufschlag
  • Schmerzen nach längeren Trainingseinheiten
  • eingeschränkte Beweglichkeit

Das Schulter-Impingement gehört zu den häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen bei Rückschlagsportlern.

Bizepssehnenentzündung und Bizepssehnenverletzungen

Die lange Bizepssehne verläuft durch das Schultergelenk und ist bei Überkopfbewegungen hohen Belastungen ausgesetzt.

Beschwerden treten häufig auf als:

  • Schmerzen an der Vorderseite der Schulter
  • Schmerzen beim Vorhandschlag
  • Druckempfindlichkeit im Bereich der Bizepssehne
  • Schmerzen beim Heben und Tragen

 SLAP-Läsion und Verletzungen der Gelenklippe

Die Gelenklippe (Labrum) stabilisiert das Schultergelenk. Durch wiederholte Überkopfbewegungen oder ein Trauma kann sie verletzt werden.

Mögliche Symptome:

  • tief sitzende Schulterschmerzen
  • Klicken oder Schnappen im Gelenk
  • Instabilitätsgefühl
  • reduzierte Schlagkraft

Akute Schulterverletzungen beim Tennis und Padel

Neben den häufigen Überlastungsschäden können auch akute Verletzungen auftreten – insbesondere durch Stürze, Zusammenstöße oder unkontrollierte Bewegungen.

AC-Gelenk-Luxation (Schultereckgelenksprengung)

Eine der häufigsten akuten Schulterverletzungen bei Ballsportarten ist die Verletzung des Schultereckgelenks (AC-Gelenk).

Das AC-Gelenk verbindet das Schlüsselbein (Clavicula) mit dem Schulterdach (Acromion). Bei einem direkten Sturz auf die Schulter oder einem Anprall kann es zu einer Verletzung der stabilisierenden Bänder kommen.

Typische Ursachen beim Tennis und Padel:

  • Sturz auf die seitliche Schulter
  • Zusammenstoß mit Mitspielern
  • Sturz gegen die Bande beim Padel
  • direkte Gewalteinwirkung

Symptome einer AC-Gelenk-Luxation:

  • sofortige Schmerzen über dem Schulterdach
  • Schwellung
  • Druckschmerz am AC-Gelenk
  • sichtbare Stufe zwischen Schlüsselbein und Schulterdach
  • Schmerzen bei Armbewegungen

Die Behandlung hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Während leichte Verletzungen häufig konservativ behandelt werden können, können höhergradige AC-Gelenkverletzungen eine operative Stabilisierung erforderlich machen – insbesondere bei sportlich sehr aktiven Patienten.

Schulterluxation (Ausrenkung der Schulter)

Die Schulterluxation zählt zu den häufigsten akuten Verletzungen des Schultergelenks.

Sie entsteht meist durch:

  • Sturz auf den ausgestreckten Arm
  • extreme Außenrotation
  • direkte Gewalteinwirkung

Typische Beschwerden:

  • starke Schmerzen
  • sichtbare Fehlstellung
  • Bewegung nicht möglich
  • Gefühl der Instabilität

Nach einer Schulterluxation ist eine sorgfältige Untersuchung wichtig, da zusätzliche Verletzungen auftreten können:

  • Verletzung der Gelenklippe (Bankart-Läsion)
  • Knochenverletzungen am Oberarmkopf
  • Schäden an Sehnen oder Knorpel

Gerade bei jungen und sportlich aktiven Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für wiederholte Luxationen.

Ellenbogenverletzungen beim Tennis und Padel

Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri lateralis)

Der Tennisellenbogen ist eine der bekanntesten Überlastungsverletzungen im Rückschlagsport.

Dabei kommt es zu einer Reizung oder degenerativen Veränderung der Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur an der Außenseite des Ellenbogens.

Symptome:

  • Schmerzen außen am Ellenbogen
  • Schmerzen beim Greifen
  • Kraftverlust
  • Beschwerden beim Rückhandschlag
  • Schmerzen beim Heben von Gegenständen

Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris)

Beim Golferellenbogen sind die Sehnenansätze an der Innenseite des Ellenbogens betroffen. Auch wenn es „Golferellenbogen“ heißt, können auch  Tennis- und Padelspieler diese Beschwerden entwickeln, insbesondere bei hoher Trainingsbelastung oder schlechter Technik. 

Diagnostik von Schulter- und Ellenbogenverletzungen

Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einer präzisen Diagnose.

In der Praxis Schulterzentrum – Sporttraumatologie München erfolgt durch Prof. Sandmann eine umfassende Untersuchung mit:

  • ausführlicher orthopädischer Untersuchung
  • sportartspezifischer Funktionsanalyse
  • Ultraschall
  • Röntgendiagnostik
  • MRT-Untersuchung bei komplexen Sehnen-, Band- oder Gelenkverletzungen

Bei akuten Verletzungen wie AC-Gelenk-Luxationen oder Schulterluxationen ist eine schnelle fachärztliche Beurteilung wichtig, um die optimale Therapie einzuleiten.

Behandlung von Schulterverletzungen beim Sport

Die Therapie richtet sich nach Art und Schwere der Verletzung sowie nach den sportlichen Anforderungen.

Konservative Therapie

Viele Beschwerden können erfolgreich ohne Operation behandelt werden:

  • Physiotherapie
  • gezieltes Muskelaufbautraining
  • Stabilisation der Schulter
  • Beweglichkeitstraining
  • Anpassung der Belastung
  • sportartspezifische Rehabilitation
  • Induktion der Heilung durch Eigenblutbehandlung/ PRP (Plättchen-reiches Plasma)

Operative Therapie

Eine Operation kann notwendig sein bei:

  • größeren Rotatorenmanschettenrissen
  • wiederkehrenden Schulterluxationen
  • bestimmten Labrumverletzungen
  • schweren AC-Gelenkverletzungen
  • anhaltenden Beschwerden trotz konservativer Behandlung

Moderne arthroskopische Verfahren ermöglichen häufig eine schonende Behandlung mit schnellerer Rehabilitation.

Vorbeugung von Verletzungen beim Tennis und Padel

Mit gezieltem Training lassen sich viele Beschwerden vermeiden:

  • gründliches Aufwärmen
  • Kräftigung der Rotatorenmanschette
  • Training der Schulterblattmuskulatur
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Technikoptimierung
  • ausreichende Regeneration
  • passende Schlägerausrüstung

Fazit

Schulter- und Ellenbogenverletzungen gehören zu den häufigsten Problemen bei Tennis- und Padelspielern. Neben klassischen Überlastungsschäden wie Rotatorenmanschettenproblemen oder Tennisellenbogen spielen auch akute Verletzungen wie AC-Gelenk-Luxationen und Schulterluxationen eine wichtige Rolle.

Eine frühzeitige Untersuchung durch einen spezialisierten Schulterchirurgen in München ermöglicht eine genaue Diagnose und eine individuelle Behandlung.

Für Prof. Sandmann stehen moderne Diagnostik, sportmedizinische Erfahrung und individuelle Therapiekonzepte im Mittelpunkt – damit Patienten sicher und nachhaltig zu ihrem Sport zurückkehren können, denn Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung!

 

Ihr Experte

Prof. Dr. Sandmann – Schulterexperte für Tennis, Padel und Sportverletzungen

Prof. Dr. med. Sandmann ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie spezialisiert auf die Behandlung von Schulter- und Ellenbogenverletzungen.

Als erfahrener Schulterchirurg und Sportorthopäde in München betreut Prof. Sandmann Freizeit- und Leistungssportler mit dem Ziel, eine schnelle und sichere Rückkehr zum Sport zu ermöglichen.

Seine Expertise im Bereich Sportverletzungen wird auch durch seine Tätigkeit als medizinischer Ansprechpartner für den Tennissport hervorgehoben. Prof. Dr. Sandmann wird als Experte durch das Tennis Magazin empfohlen und ist dort als Ansprechpartner für orthopädische Fragestellungen rund um Schulterverletzungen und Sportbeschwerden aufgeführt. 

FAQ – Häufige Fragen

Welche Schulterverletzungen treten beim Tennis und Padel am häufigsten auf?
Zu den häufigsten Beschwerden gehören Rotatorenmanschettenreizungen, Schulter-Impingement, Bizepssehnenprobleme, Labrumverletzungen und Schleimbeutelentzündungen.

Kann Padel Schulterschmerzen verursachen?
Ja. Durch die hohe Schlagfrequenz, schnelle Bewegungen und häufige Überkopfaktionen können Überlastungen der Schulter entstehen.

Was passiert bei einer AC-Gelenk-Luxation?
Bei einer AC-Gelenk-Luxation reißen die stabilisierenden Bänder zwischen Schlüsselbein und Schulterdach teilweise oder vollständig. Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab.

Muss eine ausgekugelte Schulter immer operiert werden?
Nicht jede Schulterluxation muss operiert werden. Bei jungen, sportlich aktiven Patienten oder wiederholten Luxationen kann jedoch eine operative Stabilisierung sinnvoll sein.

Wann sollte ich einen Schulterexperten aufsuchen?
Bei anhaltenden Schmerzen, Kraftverlust, Instabilität oder Beschwerden nach einem Sturz sollte eine spezialisierte Untersuchung erfolgen.

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